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SCHMERZTHERAPIEZENTRUM |
Erfahrung schon seit 1983
KOPFSCHMERZANFALL
Es gibt mehrere Krankheiten, bei denen in typischer Weise ein Kopfschmerzanfall auftritt: Migräne, Clusterkopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, SUNCT-Syndrom und im eigentlichen Sinne auch die Trigeminusneuralgie. Clusterkopfschmerzen, die paroxysmale Hemikranie und das SUNCT-Syndrom werden auch als trigeminoautonomer Kopfschmerz (Überbegriff) bezeichnet.
Zu den einzelnen Erkrankungen:
Kopfschmerzanfall bei
Migräne
Bei der
Migräne treten in typischer Weise
anfallsartige, bevorzugt halbseitige
Kopfschmerzen (Hemikranie)
auf, die durchschnittlich 1-3 Tage anhalten, begleitet
von Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Darüber
hinaus kann es zu
Nerven- und Sehstörungen kommen.
Treten diese vor dem Kopfschmerzanfall schon auf, bezeichnet man dies als
Aura. Fast regelmäßig wird die
Schmerzqualität als pulsierend, pochend und hämmernd angegeben.
Zur Therapie haben sich Triptane
bewährt: Zolmitriptan, Naratriptan (als
Formigran® rezeptfrei), Rizatriptan, Almotriptan, Frovatriptan und Eletriptan.
Zur Behandlung der hemiplegischen, ophthalmoplegischen oder Basilarism
igräne sind Triptane allerdings nicht geeignet.
Treten die Schmerzanfälle gehäuft auf (z.B. 3x pro Monat und mehr), ist auch
eine Prophylaxe (= Vorbeugung) hilfreich,
relativ sicher wirken Propanolol und Metoprolol.
Der Nachteil ist aber, daß diese Medikamente täglich eingenommen werden
müssen.
Wenn Medikamente nicht wirklich helfen, sollte eine stationäre
Migränebehandlung erfolgen. Wir führen diese schon mehr als 25 Jahre durch,
entsprechend groß ist die Erfahrung.
Kopfschmerzanfall beim
Cluster-Kopfschmerz, sog. trigeminusautonome Kopfschmerzen (auch als
Erythroprosopalgie, Bing-Horton-Kopfschmerz,
ziliare Neuralgie oder
Nervus petrosus-Neuralgie
bezeichnet)
Hauptsymptom
(= vorherrschendes Krankheitszeichen)
beim Cluster-Kopfschmerz
ist der streng einseitig, in aller Regel periorbital
(=
um das Auge herum) oder frontotemporal
(=
Stirn-/Schläfenbereich betreffend) in Attacken
und vorwiegend nachts auftretender Kopfschmerzanfall von unerträglicher Intensität und
einer durchschnittlichen Dauer bis zu wenigen Stunden. Überwiegend wird der
Schmerzcharakter mit bohrend oder brennend angegeben. Typischerweise, jedoch
nicht zwingend, kommt es zu Tränenfluß und Rötung des schmerzseitigen Auges,
evtl. begleitet von Engstellung der Pupille und Verengung der Lidspalte
(partielles Horner-Syndrom) sowie Nasenträufeln als Begleiterscheinungen.
Manchmal treten bei einem Kopfschmerzanfall auch Übelkeit und Brechreiz auf, was zu Verwechslungen mit der
Migräne
führen kann.
Wegen der häufig
kurzzeitigen Attackendauer kommen zur Therapie meist nur solche Methoden zur Anwendung, die
innerhalb weniger Minuten wirken können. Orale
(= Tabletten, Tropfen)
und rektale (=
Zäpfchen)
Applikationen (= Verabreichungen) sind daher nur bei längerer Anfallsdauer sinnvoll. Die Inhalation von reinem
Sauerstoff über Maske ist eine bewährte Methode zur Kupierung des
Anfalls, ansonsten ist Sumatriptan nasal (= Einbringung über die
Nasenschleimhaus zur schnelleren Aufnahme in den Körper) ein Mittel der
Wahl. Auch kann eine Prophylaxe (= Vorbeugung) mit
dem Calcium-Antagonist
Verapamil (z.B. Isoptin®) (= eigentlich ein Mittel gegen
hohen Blutdruck, aber auch beim Cluster-Schmerz wirksam) empfohlen werden. Hilfreich ist auch eine engmaschig wiederholte
therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel).
Kopfschmerzanfall bei paroxysmaler
Hemikranie
Charakteristisches Merkmal ist der
streng
einseitig auftretende Kopfschmerzanfall hauptsächlich im orbitalen
(=
die Augenhöhle betreffend),
supraorbitalen (= die
Stirn betreffend)
und/oder temporalen (= die
Schläfe betreffend) Bereich und einer Dauer von 2 bis 45
Minuten. Die Schmerzanfälle treten mindestens 5 mal pro Tag auf.Die
Diagnose ist aber nur dann gesichert,
wenn während der
Schmerzattacken
mindestens eines der folgenden autonomen Symptome
(= unabhängige, selbständige,
nach eigenen Gesetzmäßigkeiten ablaufende Krankheitszeichen)
auf der betroffenen Seite auftritt: konjunktivale Injektion
(= Rötung der Bindehaut),
Lakrimation (= Tränenfluß), Nasenkongestion (= Anschoppung der
Nasenschleimhaut),
Rhinorrhö (= Nasenträufeln),
Ptosis (=
Herabhängen des Oberlids) oder
Lidödem (= Schwellung aufgrund krankhafter Flüssigkeitsansammlung).
Zur Therapie gilt als Mittel der Wahl
Indometacin, alternativ soll das Piroxicamderivat Beta-Cyclodextrin
hilfreich sein.
Kopfschmerzanfall beim
SUNCT-Syndrom, ein sog. trigeminusautonomer Kopfschmerz
Der Begriff SUNCT ist eine Abkürzung für: short-lasting unilateral
neuralgieform headache attacks with conjunctival injection and
tearing. Die Krankheit
ist sehr selten und wird in der
IHS-Klassifikation mit zwei anderen
Kopfschmerzsyndromen (paroxysmale
Hemikranie und
Cluster-Kopfschmerz)
zur Gruppe der „trigeminoautonome n Kopfschmerzen“
zusammengefasst. Beim SUNCT-Syndrom
kommt es zu 15 bis 120 Sekunden lang anhaltenden, einseitigen
Schmerzattacken um
das Auge herum, begleitet von konjunktivaler Injektion
(= Sichtbarwerden feiner Blutgefäße im Auge als Folge von
Blutfülle), Lakrimation
(= Tränenfluß)
und Nasenträufeln. Zusätzlich besteht ein gleichseitiges
Gesichtsschwitzen, das aber meist nur gering ausgeprägt ist. Auch kann es zu
einem Lidödem (=
Schwellung des Augenlides infolge einer Flüssigkeitsansammlung)
kommen.
Die heftigen
Schmerzen können
bis zu 200 mal pro Tag auftreten. Das Krankheitsbild zeigt typischerweise einen
episodischen Verlauf mit Remissionen (= vorübergehendes Nachlassen der Krankheitszeichen, ohne daß
eine Genesung eintritt) von Monaten
bis Jahren.
Medikamentös
soll zur
Schmerzbehandlung
nach einer
Mitteilung von Graff-Radford (Cephalalgia 2000;20:515-517) Gabapentin
(z.B. Neurontin®) wirksam sein. Bisher seien die besten Ergebnisse mit
Lamotrigin (= Mittel
gegen die Fallsucht) erzielt worden
(Quelle:
http://www.dgn.org/45.0.html).
Da das Gesicht ein Teil des Kopfes ist, wären auch die
Schmerzanfälle bei der Trigeminus-Neuralgie
aufzuführen, ins besondere, wenn der 1. Trigeminusast (= Stirn) betroffen
ist.
Die Krankheit ist gekennzeichnet durch anfallsartige Schmerzattacken mit maximaler Stärke und überwiegend kurzer Dauer (Sekunden),
der Schmerzbereich deckt sich mit dem Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nervenastes
(1. Ast: Stirn, 2.Ast: Wange u. 3. Ast: Unterkiefer). Die Attacken können durch physiologische, taktile
(= den Tastsinn betreffende),
thermische
oder propriozeptive (= den Eigenreflex betreffende) Reize
ausgelöst werden und häufig sind auch Triggermechanismen
(= Auslösemechanismen)
vorhanden
wie Kauen, Sprechen oder
bestimmte Gesichtsbewegungen, die Berührung bestimmter Hautareale, die
Einwirkung von Wasser oder generell Kälteexposition. In der Regel treten die
Anfälle streng einseitig auf (5% beidseitig) und überwiegend im 2. und 3. Ast
(ca. 4% 1. Ast) (Thoden 1987).
Zur Therapie gelten als Mittel der
ersten Wahl
Antiepileptika
(= Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei diesen
Schmerzen
wirksam) Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin.
Sehr bewährt hat sich zur
Schmerztherapie auch die
therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) (Leeser
et Hefermann 1989
Schmerzklinik Bad Mergentheim). Dabei werden je nach individueller Wirkzeit 2-3 x täglich die
betroffenen
Gesichtsnerven an ihren Austrittspunkten (Foramen supraorbitale,
infraorbitale oder mentale) mit ca. 1 ml z.B. Bupivacain 0,5%
blockiert und die im Anfall dominanten Schmerzareale und Triggerzonen
flächenhaft mit ca. 2-3 ml Bupivacain infiltriert.
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Welche Vorteile bietet eine
Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?
Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 aus-schließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
Für gesetzlich versicherte Patienten werden Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Berufsgenossenschaften die Kosten.
Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
Die Kostenübernahme muß aber vorher bei der Krankenkasse (auch private Kasse oder Beihilfe) beantragt werden.
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